• Kreative Aktionen

    Aprilwetter und Frühlingsgrün

    Anneliese griff nach ihrem Korb, legte die Handschuhe auf die Gartengeräte und schaute zu Gertrud, die am Kachelofen saß, in den Händen einen dampfenden Becher. »Kommst du mit nach draußen?«, fragte sie, auch wenn sie sich die Antwort schon denken konnte. Gertrud pustete in ihren Tee. Ihrem Gesichtsausdruck sah Anneliese an, dass sie nach einer Ausrede suchte, die am wenigsten nach einer solchen klang. Während Gertrud sich ganz offensichtlich noch die passenden Worte zusammenlegte, wechselte Anneliese einen Blick mit Walter. »Du weißt doch«, meinte der Frosch in die Stille hinein, »mit frischen Mehlwürmern stimmst du mich gütig. Wenn du eine Heuschrecke auf meinen Speiseplan setzt, bin ich bereit dir einen…

  • Kreative Aktionen

    Adventszeit mit Mistelzweig und leuchtenden Pilzen

    Anneliese stellte ihre vom Schnee tropfenden Stiefel zum Trocknen auf ein Gitter am Eingang des ehemaligen Leuchtturms, hängte den feuchten Mantel an die Garderobe und schlüpfte in ihre warmen Pantoffeln. Dann stieg sie die Wendeltreppe bis zur Küche hinauf und steckte schnuppernd den Kopf durch die Türöffnung. »Was braust du denn da Leckeres zusammen?«, fragte sie an Gertrud gewandt. »Sie macht Glühwein«, erwiderte Walter an Gertruds Stelle. »Aber sie will mir nichts davon abgeben.« Anneliese grinste den Frosch an, dessen Terrarium auf einem Regal in Fensternähe stand. »Du weißt genau, dass du in deinem aktuellen Körper keinen Glühwein verträgst. Aber wir können dir gerne ein paar Fliegen schokolieren, wenn dich…

  • Kreative Aktionen

    Gefiederte Kissenschlacht

    Ein sonderbares Geräusch weckte Athene. Langsam hob sie die Lider und blinzelte. Es hatte nach Vogel geklungen – und zugleich auch nicht. Auf den Ästen um sie herum saßen die anderen Vögel, maßgeblich weitere Käuze sowie größere Eulen. Die meisten schliefen, nur hier und da bewegte sich eine Kralle oder zuckte ein Schnabel. Auf den ersten Blick sah Athene nur zwei Eulen, die nicht schliefen: Demeter und Persephone hatten in einer Ecke die Köpfe zusammengesteckt und unterhielten sich leise. Doch von den beiden Waldohreulen war das sonderbare Geräusch sicherlich nicht gekommen. Athene lauschte. Von draußen drangen die üblichen Geräusche des Tages herein: Das Zwitschern einiger Singvögel, das leise Trappeln einiger Mäuse, die etwas…

  • Kreative Aktionen

    Weihnachten für Anfänger

    Fips hockte bibbernd im Schnee und betrachtete den Tannenbaum vor sich von oben bis unten. Vor seinem geistigen Auge waren die Zweige nicht vereist, sondern mit Girlanden geschmückt, mit Nüssen und Zapfen und ein bisschen Obst, und oben auf der Spitze prangte ein goldener Stern. Kerzen durften natürlich auch nicht fehlen. Doch das war nur sein Wunschtraum. So wünschte er sich Weihnachten. Dass es wirklich so aussehen würde, war eher zweifelhaft. Denn so, wie er die anderen einschätzte, hatten die nicht viel übrig für das warme Gefühl, das sich in Fips schon ausbreitete, wenn er einfach nur an das Miteinander dachte, an die Herzlichkeit und Fröhlichkeit, die das Fest für…

  • Kreative Aktionen

    Eulen im Schnee

    Persephone segelte lautlos von ihrem Ast herab und landete wenig später neben Athene, die sich so sehr aufgeplustert hatte, dass sie wie ein kleiner flaumiger Federball aussah. Trotzdem wirkte die Steinkauz-Dame, als wäre ihr weiterhin furchtbar kalt. Persephone breitete einen Flügel aus, sodass dieser den eisigen Wind von Athene abhielt und dafür sorgte, dass weniger Schneeflocken sich auf deren Gefieder niederließen. »Da-Danke«, sagte Athene bibbernd. Persephone knappte mit ihrem Schnabel und schaute zu der Steinkauz-Dame herab. »Wieso bist du nicht in deiner Schlafhöhle , wenn dir so kalt ist?« »Hu-Hu-Hungrig.« Athenes zitronengelbe Augen blickten Persephone so verhungert und verloren an, dass die Waldohreule sogleich Mitleid bekam. Trotzdem hakte sie nach:…

  • Kreative Aktionen

    Halloweenparty mit Hindernissen

    »Hannibal, hast du die ganzen Gehirne im Glas gemampft?!« Kopfschüttelnd – und knochenrasselnd – schaute Clicker sich in der Vorratskammer um. Eigentlich sollten dort noch mindestens zwei Dutzend Gläser mit den festlich dekorierten Muffins stehen, doch auf dem Regalbrett herrschte gähnende Leere. Nicht ein Kuchenkrümel in Sicht. »Wieso fragst du mich?«, ertönte hinter ihr die Stimme des Zombie-Meerschweinchens. »Wie oft muss ich dir noch sagen, dass ich keinen Süßkram mag?!« Clicker drehte sich zu ihm um und hob eine knochige Pfote. »Schon gut, es war nur naheliegend.« Hannibal runzelte die Stirn, wobei die herunterhängenden Fleischfetzen seines Gesichts bedrohlich zu schaukeln begannen und sein linkes Auge einmal mehr am Sehnerv baumelnd…

  • Rezension

    Der verhüllte Gott: Yamas Aufstieg

    Jeng lebt ein unbeschwertes Leben innerhalb einer Gemeinschaft, die nur die eigene Insel als Welt kennt. Sie haben nur, was sie erjagen oder sammeln, aber das reicht ihnen – und sie kennen es nicht anders.

  • Rezension

    Molly Moon

    Der gleichnamige Film führt die Zuschauer in ein Waisenhaus in England, in dem es den Kindern nicht gerade gut geht. Ein glückliches Zuhause sieht eindeutig anders aus.

  • Rezension

    Feuerstimmen

    Mit dem Buch „Feuerstimmen“ hat Autor Christoph Hardebusch gemeinsam mit Musiker Dennis Schunke (Van Canto) eine Welt voller Magie und Musik geschaffen.